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Der Regen kam Radewagen recht

Der Braunschweiger Rennfahrer kam auf der Norschleife des Nürburgrings auf Rang drei.

Auf Rang drei beendete Andreas Radewagen die Rundstrecken-Challenge-Nürburgring (RCN) in der Light-Serie. Diese gilt als Deutschlands älteste Serie für Tourenwagen-Motorsport. Sie wird seit den frühen 1960er-Jahren ausgetragen, vornehmlich auf der Nürburgring-Nordschleife.

Mit seinem 30 Jahre alten Porsche 924, mit dem der Braunschweiger seit 13 Jahren Rennen fährt, gelang dem früheren Rallye-Piloten im zweiten Jahr in der RCN-Serie die Fahrt auf das Podium, hinter Gesamtsieger Dominik Raubuch und den beiden Zweitplatzierten Daniel Havermans und Michael Schnatmeyer.

Über acht Runden mit je 23 Kilometern ging das letzte Rennen auf der von den Rennfahrern „grüne Hölle“ genannten Nordschleife, die wegen der fehlenden Auslaufzonen bei den Piloten gefürchtet ist. Etwa neun Minuten benötigen die Fahrer für eine Runde. „Die Belastungen für die Fahrer und die Autos ist enorm, weil der Vollgasanteil auf der Strecke sehr hoch ist“, beschreibt Radewagen. Deshalb hebe er selbst bei seinem 170 PS starken Porsche besonders darauf hingearbeitet, ein „standfestes“ Fahrzeug zu haben. Zugute kam ihm im letzten Rennen auf dem Nürburgring zudem das Wetter. „Es hat geregnet, der Vorteil der stärkeren Motoren ist dann weg. Fahrerisch hatte ich dann Vorteile. Das ist mein Wetter“, stellte der 52 Jahre alte Motorsportler fest, der selbstständig eine Werkstatt führt, die sich auf sogenannte Youngtimer – Fahrzeuge die nicht älter als 30 Jahre sind – spezialisiert hat.

Und Andreas Radewagen, der seinen jungen Mitstreiter Max Kaiser gerade zum Rennfahrer ausbildet, plant Großes: Einen Start bei der Rallye Monte Carlo.

Braunschweiger Zeitung 01.11.2013

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Radewagen siegt beim Bergrennen

Mit dem Klassensieg beim internationalen Bergrennen in Schotten startete Andreas Radewagen in die deutsche Tourenwagen-Meisterschaft für historische Fahrzeuge (VFV). In Schotten waren rund 100 Rennautos in acht Klassen an den Start gegangen.

Nach drei Wertungsläufen stand der Braunschweiger Rennfahrer wie schon im Vorjahr oben auf dem Siegertreppchen. Im letzten Lauf hatte er einen Rückstand von 6,2 Sekunden zum Führenden aufgeholt.

Ausschlaggebend für die Aufholjagd mit seinem Porsche 924 war der erfolgreiche Reifenpoker. Statt wie alle anderen auf Regenreifen zu starten, zog Radewagen Intermediates auf und fuhr so in die Startaufstellung. Aufgrund einer Ölspur war die Strecke kurze Zeit später etwa für eine halbe Stunde gesperrt und die Ideallinie trocknete soweit ab, dass Radewagen die besseren Karten, sprich Reifen hatte.

„Ich bin sehr glücklich und zufrieden. Alle technischen Änderungen, die ich in der Winterpause vorgenommen habe, funktionierten prima. Trotz des wechselhaften Wetters war es ein tolles Erlebnis“, freute sich Radewagen.

Braunschweiger Zeitung 18.06.2008